Mit einem 9-monatigem Baby für 1 Monat an Australiens Ostküste: mehr über diesen Blog

Montag, 30. Mai 2016

24./25. Tag: Cairns

Der Abschied naht.. Nach der späten Ankunft im tollen Big4 Cairns Coconut Resort bleibt uns eigentlich nur noch ein ganzer Tag, bevor wir Good bye sagen müssen. Wir entscheiden uns, diesen Tag noch im Resort zu nutzen, um Tischtennis zu spielen, die beiden Swimmingpools zu entdecken, unsere Maus im Mini-Paradies austoben zu lassen (hier gibt es wirklich auch für die Kleinsten was!) und zu packen. Wir sind schon sehr traurig, vor allem wenn wir die Tage Revue passieren lassen und stellen uns gar nicht die (berühmte) Frage: "Was hat uns am Besten gefallen?", schlicht, weil sie nicht zu beantworten ist. Das Land als Gesamtes hat uns in seinen Bann gezogen, die Zeit mit der Familie war vor allem für den Papa etwas Unvergessliches und ich würde am Liebsten schon wieder eine Reise hierher planen :)

Da entscheide ich mich lieber, einen Blog über unsere Reise zu schreiben und euch an unseren Erfahrungen teilhaben zu lassen. Viel Spaß dabei, ich hoffe ihr könnt ein wenig in das australische Leben eintauchen.. Und wenn ihr die Chance habt – ob mit oder ohne Kind – "do it"!

Big4 Cairns Coconut Resort

Samstag, 28. Mai 2016

21.-23. Tag: Port Douglas und das Outer Great Barrier Reef

Zuerst muss ich erwähnen, dass wir überlegt haben, überhaupt noch nach Port Douglas zu fahren. Einen Ausflug zum Äußeren Riff kann man ja auch gut ab Cairns machen. Da wir aber sowieso noch Zeit hatten, haben wir es so geplant. Es war die beste Entscheidung, es so zu machen, aber seht selbst:

Küstenstraße von Cairns nach Port Douglas
Kurz hinter Cairns beginnt die einmalige Küstenstraße nach Port Douglas: so haben wir 
uns das vorgestellt!

Wir erreichen den Tropic Breeze Caravan Park, den ich aufgrund der positiven Bewertungen und unmittelbaren (Lauf-)Nähe zum Hafen und Hauptstraße mit Cafes und Einkaufsmöglichkeiten ausgesucht habe und
wo ich glücklicherweise vorher den letzten verfügbaren Platz für unseren Camper reserviert habe, und werden extrem herzlich empfangen. 

Park in Port Douglas
Man hilft uns sogar beim Einparken (es ist zwar etwas eng, aber das ist dennoch ein sehr schöner Service), grüßt oft und sieht den Gastgebern einfach an, dass sie zwar ständig auf Achse sind, aber immer ein nettes Wort haben und auch die Anlage sehr gepflegt ist. Wir treffen hier erstmals auch viele jüngere Traveller, die man sogar in einer separaten Ecke unterbringt (wie uns scheint). Und die Nähe zur Macrossan Street, wo man einkaufen und essen kann, sowie zum Strand (der an einem Teil mit einem Quallennetz gesichert ist), ist wirklich unschlagbar!

Am nächsten Morgen machen wir uns früh auf den Weg zum Hafen, um unseren vorher gebuchten Ausflug zum Äußeren Riff zu starten. Man teilt uns leider erst zu diesem Zeitpunkt mit, dass das Schiff aufgrund technischer Probleme heute nicht fahren kann. Sichtlich enttäuscht sind wir schlussendlich aber froh, dass wir den Ausflug am darauffolgenden Tag machen können und nicht zu knapp kalkuliert haben - dadurch fällt allerdings ein letztes Shopping in Cairns oder ein Ausflug nach Kuranda flach, den wir noch gerne gemacht hätten. Also schlendern wir heute wieder durch die Straßen und am Strand entlang (ging übrigens auch gut mit Buggy) und sehen uns den tollen Park am nordwestlichen Punkt an – Port Douglas ist zwar etwas teurer, aber es ist ein wunderschöner Ort, den man nicht verpassen sollte.

23. Tag: Unser Ausflug zum Great Barrier Reef


Mit dem Schiff der Quicksilver Cruises starten wir am vorletzten Tag dann endlich zu unserem verschobenen Ausflug zum Great Barrier Reef, was eines unserer Highlights werden sollte.

An Board ist viel Platz für die unzähligen Passagiere, die mitfahren, wahrscheinlich sind es auch mehr als sonst aufgrund des Defektes gestern. Wir bekommen hierfür übrigens eine kleine Entschädigung in Form von Gutscheinen für Getränke und "Stinger suits", also Quallen-Schutzanzüge. Für die 1,5 stündige Anfahrt zum Agincourt Reef erzählt man uns neben den Sicherheitsvorkehrungen auch viel über die Meeresbewohner und -gegebenheiten. Wer möchte, kann später auch an geführten Schnorchel- oder Tauchkursen teilnehmen (extra zu bezahlen), hierfür erfolgt dann auch jetzt die Einführung.

Wir erreichen die Plattform, wo unser Schiff andockt und lassen erst mal alle zum Buffet stürmen. Wir entscheiden uns als Erstes für eine Fahrt mit dem Semi-Subversible, also einem U-Boot mit Fenstern, wo man schon mal einen tollen Blick auf das Riff erhaschen kann. Hier unten ist es extrem stickig und da protestiert (erstmals) leider auch unsere Maus ein wenig, wo sie doch in unserer Trage an mir kleben muss. Die Fahrt ist aber mehr als zu empfehlen, vor allem, wenn man sich nicht zum Schnorcheln ins Meer traut.

Unterwasserwelt am Agincourt Reef
Nach einer kleinen Stärkung vom Buffet, suchen wir uns einen passenden Stinger Suit aus (unser Baby bekommt einen, der irgendwie viel zu groß ist, aber wo sie sehr knuffig aussieht) und mein Mann fängt schon mal an, mit dem Schnorchelequipment die Gegend zu erkunden. Baby und ich machen es uns an der Plattform für die Schnorchler bequem, aber die Sonne brennt leider ganz schön und das Wasser findet unsere Tochter dann doch nicht so spannend (oder liegt es an dem Anzug?), sodass sie lieber bei Papa auf dem Schoß bleibt. Die Gelegenheit für Mama, die Scheu vor dem Schnorcheln abzulegen und auf Entdeckungsreise zu schwimmen. Ich hätte es ja nie gedacht, aber ES WAR DER HAMMER!! Ich glaube ich war knapp 45 Minuten im Wasser, oft den Auslöser auf meiner Unterwasserkamera, aber man kriegt die Farben einfach nicht so gut rüber :(

Nach gut 3 Stunden mussten wir uns langsam auf den Rückweg machen. Also noch kurz abgeduscht, die geschriebenen Postkarten in den einzigen Briefkasten am Great Barrier Reef eingeworfen und wieder auf das Schiff zurück, wo es leider eiskalt war (mit nassen Haaren und Klimaanlage merkt man das dann)..

Wir machten uns nach diesem ereignisreichen Tag dann noch auf den Weg nach Cairns, wo wir ja eigentlich schon morgens ankommen wollten. Zum ersten (und einzigen) Mal erreichten wir den Campingplatz Big4 Cairns Coconut Resort bei Einbruch der Dunkelheit. Man gab sich hier aber viel Mühe uns noch kurz herumzufahren und alles zu zeigen (ja, das Resort war wirklich riesig!). Zeit, endlich zu schlafen und von Korallen und Fischen zu träumen...

Donnerstag, 26. Mai 2016

18.-20. Tag: Billabong Sanctuary, Rollingstone Beach und Mission Beach


Koala im Billabong Sanctuary
Nach Airlie Beach geht es für uns heute weiter zum Rollingstone Beach. Da es uns im Lone Pine Sanctuary aber so gut gefallen hat und wir noch nicht genug von tollen Tieren haben, legen wir noch einen Zwischenstopp im Billabong Sanctuary bei Townsville ein. Auch hier kann man den Tieren ganz nah sein, die Krokodile laufen hier sogar quer durch den Park und nicht nur in einem Gehege. Es gibt zusätzlich Krokodile (mit einer Fütterungsvorführung, bei der man wieder viel lernen kann) und Reptilien, die man auch halten darf (z.B. Schlangen oder Babykrokodile). Das Gelände ist ein bisschen kleiner als im Lone Pine und der Eintritt unwesentlich teurer, aber für uns war es wieder eine unvergessliche Erfahrung.

Krokodilfütterung im Billabong Sanctuary

Mit tollen Erinnerungen steuern wir den Big4 Rollingstone Caravan Resort an. Der Campingplatz ist recht großzügig und eigentlich schön gelegen. Leider kann man hier aber nicht baden und wir hatten nicht so Glück mit dem Wetter. Dennoch wolllen wir zwei Nächte bleiben und z.B. die Poolanlage genießen. 
Frühstück mit Meerblick am Big4 Rollingstone Caravan Resort
Poolanlage am Campingplatz in Rollingstone Beach

Als nächsten Zwischenstopp wählen wir dann Mission Beach aus, das eher wieder ein Backpacker-Örtchen ist. Wir nächtigen im Tropical Hibiscus Caravan Park, der mit neuen Amenities und netten, hilfsbereiten Gastgebern punkten kann. Allerdings sind die Sites schon sehr eng und der Park ist auch nicht sehr groß. Der Ort ist ganz schön, zählt aber nicht zu unseren Top-Highlights in Australien. So freuen wir uns auf Port Douglas, wo ich heute schon eine (Schnorchel-)Tour zum Great Barrier Reef gebucht habe.

Montag, 23. Mai 2016

17. Tag: Bootsfahrt rund um die Whitsunday Islands

Nach unserem tollen Rundflug am Vortrag waren wir nun schon neugierig auf einen der feinsten Strände der Welt. Unsere Wahl dafür fiel auf die Cruise Whitsundays, mit der wir eigentlich eine Tagestour machen wollten, um auch noch am Hill Inlet spazieren gehen zu können, wovon man uns aber abriet bzw. was wohl nicht erlaubt war mit einem Kleinkind (da man dort eigentlich immer der prallen Sonne ausgesetzt ist). So entschieden wir uns für eine Halbtagestour am Vormittag. Geparkt haben wir mit dem Camper direkt am Hafen, Boarding war um 6:30 Uhr, was wir fast verpasst hätten, da mein Mann noch live das Elfmeterschießen im DFB-Pokalfinale hören musste (ich glaube, dass es das war :)). Wir haben uns heute nur für unsere Babytrage entschieden und den Buggy daheim gelassen, da wir ja nur auf dem Schiff und Strand sein sollten. 

So starteten wir, um an vielen Inseln vorbei zu fahren und teils zu halten (u.a. Daydream Islands und Hayman Islands), um nach vielen Minuten (angenehmer) Schifffahrt den Whitehaven Beach auf Whitsunday Islands anzusteuern. Da es auch heute noch ein wenig bewölkt und regnerisch war, kann man sich vorstellen, dass die See irgendwann rauer werden musste. Dies geschah, wie angekündigt, kurz vor Whitehaven Beach und war dann doch teilweise so schlimm, dass sich einige Leute übergeben mussten. Mir war es fast ein bisschen peinlich, weil unsere Maus auf mir hüpfte und quietschvergnügt lachte, weil sie so viel Spaß hatte.. 

Wir erreichten dann den wunderschönen Strand und hinterließen als eine der Ersten an diesem Tag Fußabdrücke in dem wundervollen Sand. Wir bekamen von der Schiffsgesellschaft eine Pop-Up-Strandmuschel, die wir dann einige Meter später aufgebaut haben, um unser Baby zu schützen. Wie erwartet, wollte sie aber lieber im Sand rumlaufen, ihn in den Mund nehmen und im Meer planschen. So gingen die rund 1,5 Stunden Aufenthalt am Whitehaven Beach ganz schön schnell rum.

Quarzsand soweit das Auge reicht – am Whitehaven Beach
Zwischenstopp auf Daydream Islands
Für den Rückweg war ich dann damit beschäftigt, den überaus feinen Quarzsand aus meiner Unterwasserkamera zu bekommen, was leider erst Stunden später (zum Glück überhaupt) mithilfe eines Messers und viel Geduld ging. Die Empfehlung, hier keine wertvollen elektronischen Geräte, wie z.B. ein Smartphone mitzunehmen, kann ich nur bestätigen!

Wie auf unserem Boarding Pass notiert, mussten wir auf Daydream Islands aussteigen und auf das nächste Schiff Richtung Airlie warten, das eine Stunde später kommt. Wir haben die Zeit genutzt, in diesem Inselresort zu schlendern und einen Kaffee zu trinken. War also kein schlimmer Zwischenstopp, der glaube ich aber auch nicht auf jeder Reiseroute nötig ist..

Mit tollen Eindrücken und Quarzsand fast überall in unserem Rucksack, Klamotten und am Baby ging es dann zurück zum Campingplatz, wo wir noch ein wenig Tennis spielten, im Pool plantschten und den Tag ausklingen ließen..



Sonntag, 22. Mai 2016

16. Tag: Rundflug über die Whitsunday Islands und das Äußere Riff

Für diesen Tag haben wir einen 60-minütigen Rundflug mit gsl aviation gebucht. Wir wurden morgens an unserem Campingplatz abgeholt und zum Airlie Airport gebracht. Nach einer kurzen Einweisung ging es auch schon los mit 6 Personen in einer Jessna. Wir durften ganz hinten Platz nehmen, das Baby wurde auf meinen Schoß geschnallt und bekam im Gegensatz zu uns keine Kopfhörer. 



Hill Inlet auf den Whitsunday Islands
Dann dauerte es gar nicht mehr lange, bis wir und die beiden anderen Maschinen auf dem Rollfeld waren und abhoben. Der Pilot war wirklich super und erzählte uns ein wenig über die Whitsunday Islands, die wir schon nach wenigen Minuten erreichen sollten. Der Ausblick war phantastisch, trotz einigen Wolken. Wir drehten eine Extrarunde, damit Jeder (links und rechts sitzend) den bekannten Whitehaven Beach sehen und fotografieren konnte. Danach ging es noch über Hill Inlet Richtung dem Äußeren Riff, wo wir insgesamt über drei Riffs geflogen sind und unter anderem das berühmte Heart Reef gesehen haben (Riff in Herzform). So gingen auch ganz schnell 30 Minuten rum, unsere Tochter schlief indessen ein, mit dem Kopf an das Fenster gelehnt :) Also noch mehr Zeit für mich um Fotos und Videos zu machen und gar nicht zu merken, dass meine Beine fast eingeschlafen sind. 

Ich denke die Fotos sprechen für sich: es ist ein faszinierender Blick und war jeden Cent wert! Am Ende durften wir noch ein paar Turbulenzen erleben, da es immer mehr zugezogen hat und als wir am Boden ankamen, tröpfelte es leicht: das nenne ich mal ein gutes Timing!

So freuten wir uns schon auf morgen, wo wir mit dem Schiff unter anderem zu dem Whitehaven Beach fahren würden, das wir ja heute schon von Oben gesehen haben...

Outer Great Barrier Reef von oben